Vom Saatkorn zur Blume

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Manche Blumen kennt man ja irgendwie von früher aus der eigenen Kindheit noch. Bei mir gehört dazu die Gartenwicke.

Mag sein dass ich mich täusche, aber einige Blumen scheinen aus der Mode gekommen zu sein. Ab und zu sehe ich die Wicke noch mal über einen Zaun gucken, aber aus vielen Gärten scheint sie verschwunden zu sein.

Ich mag ja die Blüten sehr, ganz entfernt erinnern sie mich immer an leicht chaotische Schmetterlinge. Überhaupt sieht die ganze Blume immer etwas unordentlich und zersaust aus, dazu tragen sicherlich auch die kleinen Wickelranken bei, die sich erwartungsvoll in die Luft strecken, auf der Suche nach einer Rankhilfe.

Dabei ist es ihnen egal, ob es eine andere Blume oder eine Rankhilfe ist, hauptsache es geht voran. Bei mir im Garten haben wir einen Rankobelisken aufgestellt, mitten in den Rasen.
Drum herum haben wir ein wenig das Gras entfernt, darauf gab es noch eine Ladung Blumenerde (torffrei) und die Saatkörner. Die Saatkörner bedeckt man mit ca. 1 cm Erde, denn Achtung: es sind Dunkelkeimer.

Vorher muss man die Saatkörner für mindestens 12 Stunden in handwarmes Wasser legen, bei mir waren es fast 24 Stunden, aber das hat ihnen nicht geschadet. Ich habe mich für die Gartenwicke „Miss Willmott“ entschieden. Diese gehören laut wikipedia zu den Duftenden Platterbsen (Lathyrus odoratus), aha, wieder was gelernt.

Nach 3 Wochen waren die kleinen Pflänzchen schon ein paar Zentimeter hoch, wie schön. Und auch gegen das Gras das um sie herum wieder neu wuchs konnten sie sich gut durchsetzen.

Bisher habe ich zwei unterschiedliche Farben gesehen, mal gucken ob da noch mehr kommen. Eigentlich sollen sie auch Bienen anlocken, bisher habe ich aber nur Schwebfliegen an ihnen gesehen. Die Blütezeit dauert bis September. Nach dem Verblühen der Blüte bilden sich Schoten. In denen befinden sich die Saatkörner für die nächste Generation Gartenwicken. Da werde ich besonders drauf achten und einige einsammeln, denn falls sie sich nicht selber wieder aussäen, werde ich das tun.

Kategorien: Im Garten

4 Kommentare

Agnes · Juli 11, 2021 um 4:01 pm

Hallo,
ich kenne Wicken noch aus meiner Kindheit und ich hatte sie früher auch im Garten. Ich mag sie sehr, auch weil sie so duften. Aber wie du schon schreibst, sie brauchen eine Rankhilfe und es muss noch Platz im Garten sein. Ein Obelisk ist natürlich eine gute Idee. Wegen dem Platz und der Rankhilfe habe ich in den letzten Jahren keine Wicken mehr. Ich habe aber zwei Staudenwicken, die jedes Jahr wiederkommen. Leider duften die nicht. Und die Staudenwicken wird man auch nicht mehr los. Sie stehen jetzt bei mir viel zu eng und ich würde mich gerne von ihnen trennen, aber sie wollen mich nicht verlassen.
LG Agnes

    Elke Schwarzer · Juli 17, 2021 um 7:59 am

    Hallo Gabi,
    du kannst mir gerne ein Foto schicken, die E-Mail-Adresse siehst du hier sicher, sonst steht sie auch auf meinem Blog.
    Viele Grüße
    Elke

Elke Schwarzer · Juli 11, 2021 um 5:54 pm

Hallo Gabi,
die hatte ich auch Mal, habe dann der Einfachheit halber Staudenwicken gesät, aber die haben nicht so viele Farben.
Viele Grüße
Elke

kleiner-staudengarten · Juli 12, 2021 um 2:46 pm

Ohhh,siehaben solch einen nostalgischen Charme und ich mag sie sehr….vom Markt habe ich mir letztens ein Sträußchen geholt und ihr Duft verzaubert einfach.
Lieben Gruß, Marita

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