Der Garten im November
in seiner Nachbarschaft hat, der weiß wovon ich rede, denn es bedeutet auch viel Laub.


Der neue Schrebergarten hat gleich mehrere größere Exemplare in der Nachbarschaft.
Aber ist es ein Nachteil, so viele Blätter im Garten zu haben?
Eine tolle große Eiche, ein Bergahorn, ein Apfelbaum und einen Baum, den ich nicht noch nicht kenne (ich bin noch nicht dazu gekommen mich vorzustellen und ihm geht es wohl genauso 😉 ) verlieren gerade reichlich Laub.
Einen großen Teil davon habe ich gestern auf den Beeten verteilt, denn Laub gilt als hervorragender Dünger.
Und den anderen Teil habe ich in vier Säcke gesteckt und in diese Löcher hineingepiekst. Ich hoffe, dass aus diesem Laub in den folgenden Monaten feinster Laubhumus wird. Laut Internet ist es ratsam das Laub von verschiedenen Bäumen zu nehmen. Mal gucken ob der Ratschlag etwas Wert ist, da bin ich mittlerweile vorsichtig geworden. Aber, das Laub ist nunmal da, da kann man es auch ausprobieren.
Da sich Eichenlaub recht langsam zersetzt, ist der Anteil davon in den Beuteln etwas kleiner. Man hätte die trockenen Blätter vorher noch mit dem Rasenmäher klein häckseln können, aber vielleicht klappt es auch so.
Ich bin schon sehr gespannt.
Als wir den Garten im Frühjahr übernahmen lag noch reichlich Laub auf dem Rasen. Das war aber rasch weggeharkt und machte keine größere Probleme. Jetzt nach dem ersten Sommer und mit zwei Monaten extremer Trockenheit kann ich als Bilanz sagen, der Garten gefällt mir. Und die großen Bäume sind toll, allerdings ist auch alles etwas schattiger.
Und ob das nun ein Vorteil oder ein Nachteil ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.
Ansonsten habe ich es endlich geschafft meine kleine Kornelkirsche einzupflanzen. Drei Jahre fristete sie ein mehr oder weniger entspanntes Leben auf meiner Terrasse. Der Topf war am Ende sichtbar zu klein, aber sie hielt sowohl Hitze, Frost, Sturm und Pausen beim Gießen geduldig aus. Geblüht hat sie jedoch noch nicht.
Aber, jetzt beim Auspflanzen sah ich kleine Gnubbel an den Zweigen….und hoffe sehr, dass es Blütenstände sind. Und dass das Umtopfen nicht zuviel Stress war und sie nun vor Schreck nicht wieder alle Blütenansätze abwirft.
Kornelkirschen blühen sehr früh im Jahr, im Februar/März, und sind für die Insekten, die dann schon herumfliegen, eine wichtige Nahrungsquelle. Da sie auch recht hoch werden können, bis zu 8 m, will ich versuchen sie als Busch zu schneiden oder als kleinen Baum.







Ganz begeistert bin ich ja von den herrlichen Phaceliablüten. Trotz später Aussaat leuchten die blauen Blüten im neu geschaffenen Beet.



Etwas früh zeigen sich dagegen die ersten grünen Triebe der Narzissen, sowohl im Topf als auch im Beet…denen war es jetzt wohl schon zu warm oder ich habe sie nicht tief genug reingesetzt, hm, ich bin verwirrt. Und die Zwiebeln offensichtlich auch.



Dafür blühen die Rosen immer noch, so schön sieht das aus. Und im Hintergrund leuchtet das Laub von den Hostas die noch vom Vorpächter sind.


Und mit ein paar letzten Novemberblüten bzw. verblühten Hortensien endet mein Post. Hier im Norden wird es immer kühler, mittlerweile sind wir bei einstelligen Temperaturen und kühlem Ostwind angelangt.
Bei herrlichem Sonnenschein, so wie wir ihn heute hier hatten, lässt sich auch der eigentlich graue November ganz gut ertragen.






4 Kommentare
Rosi · November 16, 2025 um 4:59 p.m.
noch mal schöne Einblicke in deinen Garten..
ja Eichenlaub braucht lange zum verrotten ..
aber ich denke dsa wird schon..
hast du einen Komposthaufen?
Da kannst du vielleicht die Säcke ausleeren wenn sie zusammen gefallen sind..
damit es nicht schimmelt
deine Narzissen sehen für mich eher wie Muskari aus
bei denen ist es normal dass die Blätter schon zum Herbst kommen
Narzissen haben eigentlich flache Blätter
für die Kornelkirsche drücke ich die Daumen
liebe Grüße
Rosi
Elke Schwarzer · November 17, 2025 um 6:11 a.m.
Hallo Gabi,
wem sagst du das mit dem Laub… Die Eichen im Park lassen viel Laub in den Garten wehen und eine Buche hat noch sehr viel Blätter übrig, die sie noch verteilen muss. Die Buchenblätter zerbrösle ich im Frühjahr, wenn sie trocken geworden sind. Man muss nur vorher einmal drunter oder reinschauen schauen, ob niemand drin wohnt.
VG
Elke
Queen All · November 20, 2025 um 6:04 a.m.
Einen schönen Garten hast du da! Ich bin gespannt, wie das Experiment mit dem Laubhumus ausgeht. Wir haben zwar rund um unser Grundstück einige Bäume aber da kümmert sich der Wind zuverlässig um die Blätter. Auf der Wiese bleibt kaum etwas und unsere Bäumchen sind noch zu klein um in der Hinsicht Arbeit zu verursachen. Die bekommen dann halt im Frühjahr etwas vom „normalen“ Kompost ab. Zum Überwintern gibt es daher statt Laubhaufen auch nur die Stauden, die jetzt in Form von Trockenblumen die Beete schmücken. Ein paar unermüdliche haben noch nicht akzeptiert, dass der Sommer vorbei ist aber das ist wahrscheinlich auch nur noch eine Frage von Tagen. Ich hab das Gartenjahr jetzt auch abgeschlossen auch, wenn wir noch ein bisschen was zu tun hätten. Eine Rasenkante lässt sich aber auch im Frühjahr nachstechen…
Liebe Grüße!
Susanna · November 21, 2025 um 8:05 a.m.
Guten Morgen liebe Gabi,
hinter unserem Garten stehen auch hohe Bäume, die uns reichlich Laub bescheren. Die Ahornblätter dürfen in den Beeten liegen bleiben und den Pflanzen und Kleintieren als kuschelige Decke dienen, bis sie sich zersetzen. Die Eichenblätter fische ich im Frühling nach und nach aus den Beeten, weil ich nicht möchte, dass der Boden saurer wird.
Mit der Eiche, die immer mehr Schatten auf zwei ehemals sonnige Beete wirft, habe ich lange gehadert. Inzwischen glaube ich, dass wir über ihren Schatten wegen der zunehmend heißen Sommer vielleicht einmal froh sein werden …
Liebe Grüße
Susanna